Dis­zi­pli­nier­ter EVL schnürt Sech­ser­pack an der Saale

6:1-Tri­umph bei den Saale Bulls Halle zum Aus­gleich in der Vier­tel­fi­nal-Serie - Hat­trick von Ka­pi­tän Max Fors­ter

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IT´S PLAYOFF-TIME: In der Schlussphase eines hitzigen zweiten Spiels flogen in Halle an der Saale richtig die Fetzen. Mittendrin: Landshuts Tomas Plihal. Foto: Georg Gerleigner

Alles wieder offen! Der EV Landshut hat das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale bei den Saale Bulls Halle zurückerobert. Die Niederbayern triumphierten vor 2106 Zuschauern in Sachsen-Anhalt mit 6:1 und legten bereits mit einer 3:0-Führung im ersten Drittel den Grundstein zum Auswärtssieg. Landshut empfängt nun die Hallenser am Dienstag (19.30 Uhr/Eisstadion am Gutenbergweg) zum dritten Spiel der „Best of Five“-Serie. Spiel vier findet dann am Freitagabend um 20 Uhr (Sparkassen-Eisdom) wieder in Halle an der Saale statt.

„Wir haben heute wirklich Playoff-Eishockey gespielt. Die Mannschaft war stabil in den Zweikämpfen und dazu auch sehr diszipliniert. Den Unterschied haben heute die Special Teams gemacht, denn wir haben alleine fünf Tore im Powerplay erzielte“, freute sich EVL-Trainer Axel Kammerer über einen rundum gelungenen Playoff-Ausflug an die Saale.

Diesen mussten die Landshuter allerdings ohne Max Hofbauer (Schulterverletzung) und Betreuer Klaus Weiß (Krankenhausaufenthalt) antreten. Die ganze EVL-Familie wünscht beiden gute Besserung und eine schnelle Genesung. Auf der zweiten Ausländerposition bekam in Halle Miloslav Horava den Vorzug vor Julien Pelletier.

Die größten Trümpfe des EVL im ersten Drittel waren die Effizienz, die Disziplin der Mannschaft und eine starke Leistung von Patrick Berger. Alex Ehl (7.) brachte die Gäste mit einem fulminanten Handgelenksschuss in Führung, während die Powerplay-Tore von Stephan Kronthaler (12.) und Marc Schmidpeter (14.) von feinen Pässen von Tomas Plihal und Ales Jirik eingeleitet wurden. Kurz vor Drittelende rettete auf der anderen Seite Patrick Berger mit einem bärenstarken Save gegen Chris Francis. Die Saale Bulls agierten nach dem ersten Seitenwechsel deutlich druckvoller und profitierten dabei auch von einigen Strafzeiten des EVL. In dieser Phase war aber Patrick Berger der Fels in der Brandung. „Er hat eine überragende Leistung gezeigt. Leider hat er sich den Shutout selber kaputt gemacht“, fasste Kammerer zusammen. Vor dem 1:3 spielte der Landshuter Torhüter die Scheibe genau in den Schläger von Saale Bulls Angreifer Tyler Mosienko.

Der EVL ließ sich auch in einem hektischen Schlussdrittel mit vielen Strafzeiten nicht provozieren und beseitigte mit einem lupenreinen Hattrick von Kapitän Max Forster alle Zweifel am hochverdienten Auswärtssieg. Richtig spektakulär wurde es nochmal bei einer handfesten Rauferei zwischen Tomas Plihal und Tyler Mosienko. Dabei mischte sich auch noch Halles Kai Schmitz ein, der im Vollsprint von der Bank kam, sich in die Schlägerei einmischte und auf dem Weg dorthin auch vor dem Hauptschiedsrichter nicht abbremste. Die Matchstrafe gegen den Hallenser war die logische Konsequenz.

Die Übersicht über die Spielstände und Termine der übrigen Serien finden Sie hier.

EV Landshut: Berger; Zimmermann, Ostwald, Alt, Kronthaler, Zitterbart, Ettwein, Nägele; Schmidpeter, Plihal, Horava, Ehl, Fischhaber, Baßler, P.Abstreiter, Forster, Schinko, Jirik, Trinkberger.

Tore: 0:1 (7.) Ehl (Zitterbart),0:2 (12.) Kronthaler (Plihal/Schmidpeter), 0:3 (14.) Schmidpeter (Jirik/Baßler),1:3 (37.) Mosienko, 1:4 (43.) Forster (Horava/Fischhaber), 1:5 (52.) Forster (Fischhaber/Horava), 1:6 (58.) Forster (Ehl/P.Abstreiter).

Strafminuten: Halle: 3 + 10 May (Check gegen den Kopf) + 10 Schrörs (Übertriebene Härte) + 10 Mosienko (Faustkampf) + Matchstrafe Schmitz, Landshut: 26 + 10 Plihal (Faustkampf)
Schiedsrichter: Razvan Gavrilas
Zuschauer: 2106