EV Lands­hut ver­gibt den ers­ten Matchpuck – Spiel fünf am Diens­tag in Til­burg

3:4-Nie­der­la­ge gegen die Til­burg Trap­pers im letz­ten Spiel im „al­ten“ Eis­sta­di­on am Gu­ten­berg­weg – Meis­ter­schafts­ent­schei­dung in den Nie­der­lan­den

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EIN KAMPF AUF BIEGEN UND BRECHEN: Gegen entschlossene Tilburg Trappers stand der EVL am Sonntag auf verlorenem Posten. Foto: Christian Fölsner.

Es sollte einfach nicht sein! Der EV Landshut hat seinen ersten Matchpuck im Playoff-Finale der Eishockey-Oberliga vergeben. Vor der Saisonrekordkulisse von 4841 Zuschauern im letzten Heimspiel im „alten“ Eisstadion am Gutenbergweg unterlagen die EVL-Cracks den Tilburg Trappers mit 3:4, kassierten den 2:2-Ausgleich in der „Best of Five“-Serie. Im vierten Spiel der Serie gab es nun bereits den vierten Auswärtssieg. Damit kommt es nun am Dienstag im entscheidenden fünften Spiel in den Niederlanden zu einem echten Showdown um den Titel. Anpfiff im Tilburg Ijssportcentrum Stappegoor ist um 20 Uhr.

Die Landshuter hatten sich für die Partie eine ganze Menge vorgenommen. Sie wollten ihren Fans mit aller Macht die Meisterschaft schenken – und verkrampften dabei etwas zu sehr. Der Oberliga-Serienmeister aus Tilburg startete enorm entschlossen, ging früh durch einen Abstauber von Mitch Bruijsten in Führung und ließ den EVL auch danach kaum zur Entfaltung kommen.  „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben gleich gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung in einem packenden Eishockey-Spiel vor einer beeindruckenden Kulisse“, bilanzierte Tilburgs Coach Bo Subr. Zwar kamen die Hausherren durch Max Forster im Powerplay zum Ausgleich (9.), doch die Gäste agierten wesentlich präziser und zielstrebiger. Das 1:2 durch Kevin Bruijsten war die logische Konsequenz. In der Schlussphase eines „Horrordrittels“ (O-Ton Axel Kammerer) erhöhte Nardo Nagtzaam noch auf 1:3 (19.). Marius Nägele (19.) besorgte zwar mit einem platzierten Handgelenkschuss den neuerlichen Anschluss, doch quasi im direkten Gegenzug stellte erneut Kevin Bruijsten mit dem 2:4 den alten Abstand wieder her.

„Wir müssen gegen so starke Mannschaften wie gegen Tilburg unser bestes Eishockey spielen und dazu waren wir heute nicht in der Lage. Wir waren heute körperlich und mental nicht voll da. Wir waren gerade im ersten Drittel nicht gut organisiert und haben viele Chancen zugelassen. Danach haben wir uns stabilisiert, und auch Pech gehabt“, erinnert Kammerer an das heiße Schlussdrittel in der zunächst Marc Schmidpeter auf 3:4 verkürzte und Marco Baßler noch die Latte traf. „Wir hatten nicht das nötige Matchglück. Aber das Spiel ist schon wieder Geschichte. Wir fahren jetzt wieder nach Tilburg und wollen sie dort noch einmal besiegen“, hielt der EVL-Trainer fest und schickte vor dem Showdown noch eine kleine Kampfansage an die Tilburg Trappers.

Tickets für das entscheidende fünfte Finalspiel in Tilburg erhalten Sie hier.

Das letzte Finalspiel wird wieder in der EVL-Sportsbar (im Eisstadion) übertragen, das Restaurant öffnet um 18:30 Uhr & auch das Irish Pub "The Emerald Isle" (Altstadt) zeigt das Spiel live.

Die Playoff-Übersicht finden Sie hier.  

EV Landshut: Berger; Zitterbart, Ostwald, Alt, Kronthaler, Ettwein, Nägele; Schmidpeter, Plihal, Horava, Baßler, Ehl, Fischhaber, Hofbauer, Forster, P.Abstreiter, Schinko, Jirik, Sedlar, Trinkberger, L.Abstreiter.

Tore: 0:1 (4.) M.Bruijsten (K.Bruijsten/Nagtzaam), 1:1 (9.) Forster (Hofbauer/P.Abstreiter), 1:2 (12.) K.Bruijsten (Hermens/Verkiel), 1:3 (19.) Nagtzaam (K.Bruijsten), 2:3 (19.) Nägele (P.Abstreiter/Ettwein), 2:4 (20.) K.Bruijsten (M.Bruijsten), 3:4 (53.) Schmidpeter (Plihal).
Strafminuten: Landshut: 12, Tilburg: 14 + 10 Hermens (übertriebene Härte).
Schiedsrichter: Razvan Gavrilas
Zuschauer: 4841