1:4 gegen Kre­feld – EVL dreht Null­run­de

Feh­len­de Ef­fi­zi­enz be­sie­gelt Heim­nie­der­la­ge gegen die Pin­gui­ne

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UNÜBERWINDBAR: Hier findet der zuletzt so treffsichere Brett Cameron kein Mittel, um Krefeld-Goalie Matthias Bittner zu überwinden. Foto: Christian Fölsner.

Beste Möglichkeiten, aber kaum ein zählbarer Ertrag! Trotz einer erneut engagierten Vorstellung hat der EV Landshut das erste Null-Punkte-Wochenende in der aktuellen DEL2-Saison hingelegt. Nach der 4:6-Niederlage am Freitag bei den Kassel Huskies verloren die Dreihelmenstädter auch das Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine vor 2625 Fans mit 1:4.
 
Selbst eine Schussbilanz von 26:14 konnte dem EV Landshut an diesem Abend nicht helfen – und so zog EVL-Cheftrainer Heiko Vogler ein ernüchterndes Fazit. „Wir haben ein gebrauchtes Wochenende erwischt. Wir waren einfach nicht spritzig genug und es hat sich angefühlt, als wären wir die Mannschaft, die acht Stunden im Bus gesessen hat. Leider haben wir unsere Beine erst im letzten Drittel so richtig bewegt. Das war insgesamt über 60 Minuten einfach zu wenig. Zwar hatten wir unsere Chancen, aber Bittner hatte im Tor einen überragenden Tag. Krefeld hat es uns nicht leicht gemacht und am Ende verdient gewonnen“, hielt der Übungsleiter fest.

Zwar war seiner Mannschaft in Sachen Einsatzbereitschaft nichts vorzuwerfen, doch agierten die Rot-Weißen gerade rund um das Krefelder Tor zu kompliziert und verkopft – und dann kam hin und wieder auch noch Pech dazu. Erst traf Brett Cameron nur die Latte, dann waren Cameron und Tyson McLellan bei einer Kontersituation nicht zielstrebig genug. Die Strafe folgte durch Alexander Weiß, der davon profitierte, dass die Hausherren die Scheibe nicht schnell genug klären konnten (15.). Und dann legte Krefeld nur 37 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels in Person des überragenden Josh MacDonald im Powerplay noch den zweiten Treffer nach – ein weiterer, schmerzhafter Nackenschlag für die Rot-Weißen, die auf der anderen Seite immer wieder ihren Meister in KEV-Schlussmann Matthias Bittner fanden. Außerdem konnten die Gastgeber auch eine rund 90-sekünduge Fünf-gegen-Drei-Überzahl nicht erfolgreich gestalten. Krefeld war einfach effizienter und stockte stattdessen durch Josh MacDonald auf 0:3 auf (32.).

Landshut mühte sich auch weiterhin nach Kräften, brachte im zweiten Abschnitt aber nur noch einen weiteren Lattentreffer zustande. Gleiches Spiel im Schlussdrittel: Landshut agierte, doch Krefeld nutzte seine Chancen kaltschnäuzig. So verwertete MacDonald einen langen Pass und komplettierte den Hattrick (52.). Zwar brachte Samir Kharboutli (59.) seinen EVL nochmal auf die Anzeigetafel, doch der Zug in Richtung Heimsieg war da schon ohne die Niederbayern an Bord abgefahren.

In der Tabelle sind die Landshuter nun auf Platz zehn abgerutscht. Das nächste Heimspiel steht bereits am kommenden Freitag an. Ab 19.30 Uhr ist dann der EC Bad Nauheim in der Fanatec Arena zu Gast. Die nächste Auswärtsreihe führt den EVL am Sonntag (17 Uhr) in den Sahnpark zu den Eispiraten Crimmitschau.

EV Landshut: Langmann, Dietl; Pageau, Echtler, Bergman, Schwarz, Brückner, Stowasser, Reich; Zucker, Cameron, McLellan, Stieler, Kharboutli, Pfleger, Zientek, Mayenschein, Kornelli, L.Brandl, T.Brandl, Schitz.

Tore: 0:1 (14:28) Weiß (Cerny/Niedenz), 0:2 (20:37) MacDonald (Buschmann/Kretschmann) (PP1), 0:3 (31:32) MacDonald (Cerny/Adam), 0:4 (51:55) MacDinald (Cerny/Buschmann), 1:4 (58:26) Kharboutli (Pageau/Cameron).

Strafminuten: Landshut: 8, Krefeld: 8

Schiedsrichter: Alexander Singer / Vladislav Gossmann

Zuschauer*innen: 2625