EVL holt nach wil­der Ach­ter­bahn­fahrt nur einen Punkt

Nach einem 0:2-Rück­stand und einer 5:3-Füh­rung ver­liert der EVL gegen Frei­burg mit 5:6 nach Ver­län­ge­rung

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UNTER DRUCK: Landshuts Goalie Jonas Langmann und Simon Stowasser haben hier mit Ludwig Nirschl alle Hände voll zu tun. Foto: Christian Fölsner.

Das hat sich der EV Landshut ganz anders vorgestellt. Im ersten Spiel nach der Deutschland Cup-Pause haben die Niederbayern aufgrund einer schwachen Defensivleistung im ersten und dritten Drittel gegen den EHC Freiburg eine 5:6-Niederlage nach Verlängerung kassiert.  

Heiko Vogler war nach der Partie alles andere als amüsiert über die Leistung seiner Mannschaft: „Mir fehlen komplett die Worte. Das erste Drittel war nicht akzeptabel. Wir haben erst nach dem 0:2 etwas Druck aufgebaut, aber Freiburg hat sehr clever gespielt. Im zweiten Drittel haben wir unser Eishockey gespielt und fünf Tore erzielt. Jeder hat für den anderen gekämpft, genauso wie es sein muss. Im dritten Drittel haben wir dem Gegner keinerlei Respekt entgegengebracht. Da müssen sich einige hinterfragen. Ich habe mich wirklich lange genug vor die Mannschaft gestellt“, erläutert Vogler.

Der EVL, bei dem an diesem Abend erstmals der 17-Jährige Backup-Goalie Johannes Kurrer  auf der Bank saß, war im ersten Drittel eigentlich die tonangebende Mannschaft – doch die Tore markierte der EHC Freiburg. Gleich im ersten Wechsel erzielte Nick Master das 0:1 (57 Sekunden), Marvin Neher erhöhte nach elf Minuten zugunsten der Breisgauer. Im zweiten Drittel sahen die mehr als 2800 Fans ein ganz anderes Spiel. Jetzt drehte der EVL richtig auf und brannte ein echtes Offensiv-Feuerwerk ab. Unmittelbar nach Wiederbeginn traf Tyson McLellan zum Anschluss (21.), ehe Samir Kharboutli nach einem gewonnenen Bully kraftvoll ausglich (24.). Aus heiterem Himmel ging Freiburg durch Parker Bowles (31.) erneut in Führung, doch Landshut blieb seiner offensiven Marschroute treu. Erneut Kharboutli (33.) traf zum Ausgleich, dann schoss Benjamin Zientek (35.) den EVL erstmals an diesem Abend in Führung. Und es wurde noch besser: In Überzahl traf Julian Kornelli zum umjubelten 5:3 (38.). Im Schlussabschnitt war es allerdings mit der Landshuter Herrlichkeit wieder vorbei. Nikolas Linsenmaier (45.) und Ludwig Nirschl (48.) zwangen die Begegnung mit ihren Treffern in die Verlängerung.

Im großen Finale einer turbulenten Partie sicherte Nick Master dem EHC in der Overtime den Zusatzpunkt.

Am Sonntag (18:30 Uhr/CHG-Arena), wartet auf den EVL das Auswärtsspiel bei Vorjahresmeister Ravensburg Towerstars.

EV Landshut: Langmann, Kurrer; Echtler, Pageau, A. Schwarz, Bergman, Brückner, Stowasser, Reich; Cameron, Kharboutli, McLellan, Stieler, Zucker, T. Schwarz, Mayenschein, Kornelli, Pfleger, T. Brandl, Zientek, L. Brandl

Tore: 0:1 (00:57) Master (Billich/Hahn), 0:2 (10:48) Neher (Nirschl/Linsenmaier), 1:2 (20:37) McLellan (Kharboutli), 2:2 (23:09) Kharboutli (McLellan), 2:3 (30:26) Bowles (Nirschl/De Los Rios), 3:3 (32:17) Kharboutli (McLellan/Pageau), 4:3 (34:34) Zientenk (L. Brandl /T. Brandl), 5:3 (37:03) Kornelli (Kharboutli/Pfleger), 5:4 (44:47) Linsenmaier (Bowles/Nirschl), 4:4 (47:06) Nirschl (Linsenmaier/Bowles), 5:6 (62:50) Master (Nirschl).

Strafminuten: Landshut: 8, Freiburg: 14.

Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler / Daniel Harrer

Zuschauer*innen: 2875