Lands­hut bleibt ohne Heim­sieg

Schwa­che Chan­cen­ver­wer­tung führt zu 1:2-Nie­der­la­ge nach Pen­al­ty­schie­ßen gegen die Sel­ber Wölfe

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ZU UNGENAU: Thomas Brandl verzieht genau wie Tyson McLellan und Marco Pfleger im Penaltyschießen. Foto: Christian Fölsner.

Das war richtig bitter! Der EV Landshut muss weiterhin auf seinen ersten Heimsieg warten. Trotz einer Reihe von hochkarätigen Torchancen und einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung mussten sich die Gastgeber vor 2423 Fans den Selber Wölfen mit 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben.

Den Landshutern war vom ersten Bully an anzumerken, dass sie mit aller Macht den ersten Heimsieg einfahren wollten. Die EVL-Cracks dominierten die Wölfe und hatten frühzeitig die erste Chance durch Brett Cameron, der allerdings bei einem Alleingang ebenso unpräzise zielte wie seine Teamkollegen wenig später während der ersten beiden Überzahl-Möglichkeiten für den EVL. Selb gewann nach rund zehn Minuten etwas mehr Sicherheit und mischte in der temporeichen Partie offensiv mit. Die beste Chance auf Seiten der Oberfranken vergab Fedor Kolupaylo, der vor neun Jahren das Trikot der Landshuter DNL-Mannschaft trug.

Selb hatte auch im zweiten Abschnitt die erste Gelegenheit als Daniel Schwamberger mit einem Konter seinen Meister in Jonas Langmann fand (22.). Danach aber verlagerte sich das Geschehen immer mehr ins Drittel der Gäste. Landshut drängte auf den Führungstreffer, leistete sich aber auch die eine oder andere Ungenauigkeit im Passspiel und rannte sich immer wieder in der Defensive der Oberfranken fest. Die Erlösung ließ bis zur 40.Minute auf sich warten. Da versuchte es Kapitän Nick Pageau einfach mal mit brachialer Gewalt und erzielte 19 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts nicht nur den ersten Treffer des Abends, sondern auch das allererste Überzahltor des EV Landshut in dieser Saison. Nebenbei bemerkt: Die Führung des EVL war absolut verdient, das belegte auch das Schussverhältnis von 35:10 nach dem zweiten Drittel zugunsten der Gastgeber.

Allerdings ließ die Chancenverwertung der Landshuter auch im Schlussabschnitt zu wünschen übrig – und zu allem Überfluss wurde man auf der Zielgerade auch noch eiskalt erwischt. Nachdem Selb schon in Unterzahl beste Möglichkeiten versiebte, bestrafte schließlich Egils Kalns einen Scheibenverlust von Benedikt Brückner mit dem 1:1 (58.). Auch in der Verlängerung fand der EVL kein Mittel, um auch aus besten Positionen die Scheibe an Michel Weidekamp vorbeizubringen.

Im Penaltyschießen traf schließlich Jordan Knackstedt als einziger Schütze und sicherte den Wölfen den Zusatzpunkt.

„Wir haben Selb in den ersten beiden Dritteln an die Wand gespielt aber keine Durchschlagskraft entwickelt. Wir haben uns nicht clever genug angestellt, um heute drei Punkte zu holen. Deshalb haben wir es auch nicht verdient, als Sieger vom Eis zu gehen. Leider haben wir am Wochenende nur zwei Tore geschossen. Daran müssen wir natürlich arbeiten, denn am Ende zählt das Ergebnis,“ analysierte EVL-Cheftrainer Heiko Vogler.  

Bereits am Dienstag geht´s für den EVL wieder rund. Am Tag der Deutschen Einheit sind die Niederbayern um 17 Uhr beim EHC Freiburg zu Gast.

EV Landshut: Langmann, Dietl; Pageau, Echtler, Rogl, Schwarz, Brückner, Bergman, Stowasser; Stieler, Kharboutli, Schitz, Zientek, Kornelli, Mayenschein, Pfleger, McLellan, Cameron, L.Brandl, T.Brandl, Reich.

Tore: 1:0 (39:41) Pageau (McLellan/Pfleger) (PP1), 1:1 (57:52) Kalns (Gelke), 1:2 (65:00) Knackstedt (PS).

Strafminuten: Landshut:  4, Selb: 12.

Schiedsrichter: Alexander Singer / Markus Schütz

Zuschauer*innen: 2423