12.12.2025

Dramatischer Derbysieg für den EVL

Später Doppelschlag führt zum 4:2 gegen Kaufbeuren vor 4.343 Fans

EV Landshut

4

:

2

ESV Kaufbeuren

Tore

Lindberg (Koskenkorva/Gooch)

16:26´

1
:
0
1
:
1

33:01´

Burghart (Fischer)

Plouffe (Stümpel/Lindner)

35:58´

2
:
1
2
:
2

41:05´

Kanninen (McLellan/Tychonick – PP1)

Lindberg (Immo/Dietz – PP1)

57:18´

3
:
2

Bergman (PP1/EN)

59:46´

4
:
2

Lindberg (Koskenkorva/Gooch)

16:26´

1
:
0
1
:
1

33:01´

Burghart (Fischer)

Plouffe (Stümpel/Lindner)

35:58´

2
:
1
2
:
2

41:05´

Kanninen (McLellan/Tychonick – PP1)

Lindberg (Immo/Dietz – PP1)

57:18´

3
:
2

Bergman (PP1/EN)

59:46´

4
:
2

Das Siegtor im Derby: Tobias Lindberg vollendet nach Pass von Tor Immo zum 3:2 in der 58. Minute.   (Foto: Christine Vincon/EVL)

Es war vielleicht nicht das beste, aber definitiv eines der dramaturgisch aufregendsten Heimspiele des EVL in dieser Saison – und es hatte ein Happy End: Vor 4.343 Zuschauern in der fast ausverkauften VR-Bank Landshut Arena gewann das Team von Chefcoach Uwe Krupp gegen den ESV Kaufbeuren mit 4:2 (1:0/1:1/2:1) und zog damit in der DEL2-Tabelle an Rosenheim vorbei auf Platz 3. Am Sonntag (17 Uhr) geht ́s für die Rot-Weißen weiter bei den Bietigheim Steelers, die ihrerseits mit einem 4:1-Sieg in Düsseldorf aufhorchen ließen.

Der EVL startete gut ins Derby und war in der Anfangsphase die bessere Mannschaft. Mehrere Chancen blieben ungenutzt, die größte durch David Elsner während einer 70 Sekunden dauernden Fünf- gegen-drei-Überzahl. So fiel der Führungstreffer für Landshut erst in der 17. Minute durch Tobias Lindberg – das 1:0 war verdienter Ausdruck der Überlegenheit der Hausherren im ersten Drittel.

Der zweite Abschnitt verlief zunächst ereignisarm, kam aber noch auf Touren. Fast im Gegenzug nach einer Top-Chance von David Stieler traf Yannik Burghart für die Gäste zum 1:1 (34.). Der EVL reagierte wütend – und wirkungsvoll: Nach mustergültiger Vorarbeit des an diesem Abend sehr auffälligen Oliver Stümpel packte Dylan Plouffe wie schon im letzten Heimspiel gegen die DEG erfolgreich seinen exquisiten Handgelenkschuss aus (2:1/36.). Anschließend drückte Landshut enorm aufs Gaspedal und deckte Gästegoalie Cody Porter mit einer Vielzahl von Schüssen ein. Doch das 3:1 wollte nicht fallen.

So entspann sich ein turbulentes Schlussdrittel, das vom Publikum überdurchschnittliche Nervenstärke verlangte. Nach 12 Sekunden traf Alex Dersch den Pfosten, 14 Sekunden später kassierte Lindberg eine Strafzeit – und nach 39 Sekunden dieser Unterzahl fing sich der EVL das 2:2 durch Henri Kanninen ein (42.). Apropos Strafzeiten: Sie waren in der Folge ein großes Thema, denn zwischen Minute 49 und 55 verhängten die Referees acht Strafminuten gegen die Landshuter, die in dieser Phase mit einem überragenden Penaltykilling, darunter 71 Sekunden in doppelter Unterzahl, den dritten Gegentreffer verhinderten und dafür nach Ablauf der letzten Strafe vom begeisterten Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert wurden.

Es kam noch besser für den EVL. Als er dann auch mal selbst in Überzahl ran durfte, bediente Tor Immo mit einem seiner quasi nicht zu verteidigenden Pässe in den Slot Tobi Lindberg zum 3:2 (58.). Und 14 Sekunden vor dem Ende lupfte Wade Bergman die Scheibe von der eigenen Grundlinie über die gesamte Eisfläche ins verwaiste Kaufbeurer Gehäuse – das 4:2 und der umjubelte Schlusspunkt eines packenden Derbys.

EVL Aufstellung

Dietl, Henter; Dietz, Dersch, Bergman, Plouffe, Lindner, Haš; Gooch, Koskenkorva, Lindberg, Elsner, Stieler, Immo, Steck, Park, Mayenschein, Stümpel, Kornelli, Gaus

Schiedsrichter

Lukas Voit/Alexander Singer

Strafminuten

EVL 20, Kaufbeuren 16

Zuschauer*innen

4.343