09.02.2024

Nervenstarker EVL feiert Overtime-Sieg in Bietigheim

Der EVL erwischt in Bietigheim sicher nicht seinen besten Tag, entführt aber zwei Punkte aus dem Ellental

Bietigheim Steelers

1

:

2

EV Landshut
Tore

0
:
1

36:02´

Stieler (Schitz/Bergman)

Doremus (Preibisch/Kuqi)

39:02´

1
:
1
1
:
2

60:23´

Zitterbart (McLellan/Kornelli) (PP1)

0
:
1

36:02´

Stieler (Schitz/Bergman)

Doremus (Preibisch/Kuqi)

39:02´

1
:
1
1
:
2

60:23´

Zitterbart (McLellan/Kornelli) (PP1)

AUSWÄRTSSIEG: Der EV Landshut feiert mit seinen Fans das 2:1 nach Verlängerung bei den Bietigheim Steelers. Foto: Timo Raiser.

Das war keine Glanzleistung, aber ein umso wichtigerer Sieg! Der EV Landshut hat bei den Bietigheim Steelers einen bedeutsamen 2:1-Auswärtserfolg nach Verlängerung gelandet. Den Siegtreffer erzielte Luca Zitterbart mit einem Powerplaytor 23 Sekunden nach Beginn der Overtime. 

„Wenn ich ehrlich bin, dann war es eine richtig schwere Geburt. Wir sind froh, dass wir hier mit zwei Punkten nach Hause gefahren sind. Bietigheim spielt nicht wie ein Tabellenletzter. Wir waren mit dem Kopf heute immer wieder eine Sekunde zu langsam und haben uns das Leben selber sehr schwer gemacht. Deshalb sind wir einfach froh, dass wir zwei Zähler mitgenommen haben“, resümierte Heiko Vogler, der sich mit seiner Mannschaft durch den Auswärtssieg auf den vierten Tabellenplatz verbesserte.

Der EVL, bei dem Tyson McLellan sein Comeback feierte, hatte beim ehemaligen DEL-Vertreter große Mühe eine konstruktiven Spielaufbau aufzuziehen. So stellte das Tabellenschlusslicht aus Bietigheim zunächst die etwas zielstrebigere Mannschaft. Allerdings zeigte EVL-Goalie Jonas Langmann einmal mehr einen herausragende Vorstellung. Und als er einmal zu spät kam, rettete das Quergestänge. Zwar steigerte sich der EVL zu Beginn des Mittelabschnitts, doch auch danach hatten es die Niederbayern Langmann zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Und so gab es für die rund 30 mitgereisten EVL-Fans dann doch etwas zu feiern. David Stieler (37.) brachte die Rot-Weißen in Führung, genau drei Minuten später traf Jack Doremus mit einem platzierten Abschluss zum sicher nicht unverdienten Ausgleich (40.).

„Wir wollten mehr Schlittschulaufen und die Scheibe tief bringen, aber das ist uns überhaupt nicht gelungen. Von uns waren das bisher unterirdische 40 Minuten. Wir müssen jetzt zulegen, damit wir noch Punkte mitnehmen können“, wurde EVL-Verteidiger Andreas Schwarz im Pauseninterview deutlich.

Seine Teamkameraden schienen zugehört zu haben, denn im Schlussdrittel präsentierte sich der EVL deutlich verbessert, konnte aber in dem nun unterhaltsamen Schlagabtausch eine Reihe hervorragender Möglichkeiten nicht nutzen. Nach einer Bietigheimer Strafe in der absoluten Schlussphase bekam der EVL noch in der regulären Spielzeit die Chance, in Überzahl den Auswärtsdreier einzutüten. Dies gelang zwar nicht mehr, doch in der Verlängerung ließ Zitterbart nach perfekter McLellan-Ablage die Gäste-Fans jubeln.

Am Sonntag (17 Uhr) kommt der Tabellensechste ESV Kaufbeuren an die Isar. Die Allgäuer haben drei Punkte Rückstand auf den EVL.

EVL Aufstellung

Langmann, Dietl, Andreas Schwarz, Bergman, Rogl, Zitterbart, Brückner, Echtler, Groß; Kornelli, Zientek, Schitz, Stieler, McLellan, Zucker, Cameron, Koskenkorva, Drothen,  Reich, Thomas Brandl.

Schiedsrichter

Michael Klein / Ulpi Sicorschi

Strafminuten

Bietigheim: 8, Landshut: 8.

Zuschauer*innen

2370