29.01.2026

Schulterschluss und leidenschaftliche Botschaften

EVL-Neujahrsempfang: Interessanter, emotionaler Abend für 150 Gäste

Die Bekanntgabe der Vertragsverlängerung von Goalie Philipp Dietl und der Verpflichtung von Verteidiger Colton Jobke war – wie bereits berichtet – der inhaltliche Höhepunkt beim Neujahrsempfang des EV Landshut am Mittwochabend beim Sponsoringpartner Richter+Frenzel (R+F). Darüber hinaus entfaltete die Veranstaltung eine große verbindende Kraft, die nicht nur auf emotionale Weise die 150 Gäste erfasste, sondern auch erkennbar den EVL-Protagonisten, die aktuell sportlich keine ganz einfache Zeit durchmachen, guttat. Von diesem engen, authentischen Schulterschluss geht eine hohe Signalwirkung für den weiteren Saisonverlauf aus.

Reinhold Reiseck, Vertriebsleiter Region Süd bei R+F, hatte als „Hausherr“ in seiner Begrüßungsansprache den Ton gesetzt, als er betonte, wie wichtig es sei, dass beim EVL und im Umfeld alle zusammenhalten – Mannschaft, Fans und Sponsoren, und zwar „in guten wie in schlechten Zeiten“. Er verglich die Situation beim Landshuter DEL2-Team mit dem Auf und Ab, wie es auch in Unternehmen der freien Wirtschaft immer wieder vorkomme. Gerade in schwierigen Phasen sei es entscheidend, so Reiseck, dass man gemeinsam anpacke.

In diesem Sinne äußerte sich auch EVL-Präsident Alexander Steiger in seinem Grußwort. Er betonte, Sponsoren und Fans seien die Stütze des Vereins – „und diese Gemeinschaft wollen wir pflegen“. Den „enormen Zuspruch“ beim Neujahrsempfang bezeichnete Steiger als wertvoll und ermutigend. Auch das Kommen von Bürgermeister Thomas Haslinger, regelmäßiger Gast beim Eislaufverein, wurde erfreut zur Kenntnis genommen.

Im weiteren Verlauf des Abends führte Moderator Martin Kolbeck diverse Interviews mit Spielern und Verantwortlichen. Maximal interessant für die Anwesenden war die Aussage von Kapitän „Blacky“ Schwarz, der sich nach seiner im Oktober erlittenen Kreuzbandverletzung inzwischen wieder im Eistraining befindet und sein Comeback für Februar in Aussicht stellte.

Das war ein besonderer Moment, und noch mehr davon erzeugte Chefcoach Uwe Krupp, als er mit viel Leidenschaft die momentane Lage und die Perspektiven des EVL skizzierte. Der bisherige Saisonverlauf sei eine „Achterbahnfahrt“ gewesen, auf den Höhenflug an die Tabellenspitze folgte zuletzt das Abrutschen auf Platz 7. „Wir arbeiten uns da durch“, versprach der Trainer, „diesen Glauben haben wir. Wir schaffen das!“ Selten habe er, so Krupp über sein Team, „eine Gruppe mit so guter Chemie“ erlebt. Nun gelte es, sich durch Erfolgserlebnisse wieder mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu holen. Übergeordnetes Ziel bleibe es, „eine Mannschaft zu haben, auf die Landshut stolz sein kann“ – an dieser Stelle der Rede, die mehrfach von Applaus unterbrochen wurde, war der Beifall am lautesten und am nachhaltigsten. Kurzum: Es herrschte ein richtig guter Spirit beim Neujahrsempfang, geradezu eine rot-weiße Aufbruchstimmung.